Tipp des Monats


 

Wenn die Wäsche „müffelt“

Besonders während langer Regenperioden im Winter kann es auch der besten Hausfrau passieren: Die Wäsche braucht nicht nur ewig lange um trocken zu werden, sie beginnt letztendlich sogar noch unangenehm zu riechen. Grund hierfür sind Bakterien, die sich auf den feuchten Fasern allzu lange vermehren konnten.

Dänische Wissenschaftler haben dieses Phänomen untersucht und kamen zu dem Schluss, dass es sich hierbei um die ganz normalen harmlosen Bewohner unserer Haut handelt. Diese haften an den Fasern der Wäsche und gelangen so in die Waschmaschine. Werden sie dort nicht abgetötet, bleiben sie auf der Wäsche haften und können sich anschließend während des Trocknens weiter vermehren. Sie ernähren sich von Schmutz- und Waschmittelresten die immer in geringer Menge an den Fasern haften bleiben und produzieren als Ausscheidungsprodukte Substanzen, die mitunter einen unangenehmen Geruch verströmen.
Diese dufterzeugende Eigenschaft entwickeln die Bakterien übrigens auch auf unserer Haut. Sie sind dort verantwortlich für unseren ganz persönlichen Körpergeruch. Da die Lebensbedingungen auf jedem Menschen anders sind, entstehen dort auch einzigartige Lebensgemeinschaften von Bakterien, die von Talg und Schweiß leben und dabei einen für jeden Menschen prägenden Duftcocktail erzeugen. Ein Grund übrigens, warum kranke Menschen mitunter anders riechen als sonst.

Unter den speziellen Bedingungen der trocknenden Wäsche führt diese Eigenschaft der Bakterien dann zu unerwünschten Gerüchen.

Gesundheitlich sind diese Bakterien normalerweise kein Problem, daher erübrigen sich auch aufwendige Desinfektionsmaßnahmen. Dem Problem lässt sich viel einfacher begegnen.

 

Ursachen für den Wäsche"duft"

Noch vor dreissig Jahren wurde jede zweite Wäsche gekocht. Dadurch wurde nicht nur die Wäsche desinfiziert, sondern auch die Waschmaschine. Heute dürfen die meisten Wäschestücke aber gar nicht mehr gekocht werden. Waschangaben von 30-40 Grad sind durchaus die Regel. Die für empfindliche Buntwäsche üblichen Colorwaschmittel enthalten darüber hinaus auch keine Bleichmittel, die neben ihrer säubernden Wirkung desinfizierend wirken könnten.

Wenn dann in der Waschmaschine über lange Zeit nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen wird, siedeln sich in den feuchten Winkeln der Waschmaschine sogenannte "Biofilme" an. Diese unsichtbaren Bakterienkolonien stellen eine ständige Nachschubbasis für Duftbakterien dar.

Auch Waschmittelreste unter der Waschmittelschublade bieten Bakterien beste Überlebens- und Vermehrungsmöglichkeiten.
Gelangen erst einmal genügend Bakterien auf die nasse Wäsche, können sie sich dort so lange vermehren, bis sie sich durch ihren Geruch verraten. Unter optimalen Bedingungen teilt sich eine Bakterie etwa alle 20 Minuten. So werden aus einer Bakterie zwei, aus zweien vier, aus vieren acht und so weiter.

Wenn sie sich die Tabelle genau ansehen, erkennen Sie sofort, wie wichtig es ist, die Kleidung nach der Wäsche möglichst schnell zu trocknen.

 

Zeit in Stunden---------------Anzahl der Bakterien

 

Stunden

Bakterien

Stunden

Bakterien

 

0

1

6

264144

1

8

7

2 097 152

2

64

8

16 777 216

3

512

9

134 217 728

4

4 096

10

1 073 741 824

5

32 768

 

 

 

Nach einer Stunde werden aus einer einzigen Bakterie acht, nach vier Stunden schon 4000 und nach zehn Stunden schon eine Kolonie von über einer Milliarde Nachkommen. Bei solchen Vermehrungsraten verwundert es nicht, dass Wäsche, die nass in der Waschmaschine vergessen wird oder ewig lang in einer feuchten Waschküche auf der Leine trocknet, nicht gerade angenehm riecht.
Dies ist auch der Grund warum das Geruchsproblem besonders Baumwoll- und Wollprodukte betrifft. Diese Fasern saugen durch ihre Beschaffenheit Wasser wie ein Schwamm auf – deshalb sind sie ja auch so angenehm zu tragen. Kunstfasern hingegen nehmen so gut wie kein Wasser auf. Das hat aber zur Folge, dass Baumwolle und Wolle nach der Wäsche wesentlich langsamer trocknen als Synthetik und folglich auch eher zu riechen beginnen, wenn sich die Bakterien einmal ungehindert vermehren.


Die wichtigsten Maßnahmen gegen riechende Wäsche

Übelriechende Wäsche zu vermeiden ist eigentlich ganz einfach: Nach der Wäsche sollten so wenige Bakterien auf den Fasern haften wie möglich und diese sollten dann am besten kaum Zeit haben, sich zu vermehren. Wenn Sie dieses Problem noch nie hatten, machen Sie wohl alles richtig, ansonsten gibt es hierfür einen sehr einfachen Tipp:

Sanftes Bleichen

Wo nicht gekocht werden kann oder darf, bieten sich Bleichmittel an. Sie beseitigen auch bei niedrigen Temperaturen nahezu alle Keime. Für Buntwäsche bei niedrigen Temperaturen sind flüssige Bleichmittel mit dem Wirkstoff PAP optimal.

 

Waschmaschine

Auch die Rückzugsmöglichkeiten in der Waschmaschine sollten Sie unbedingt beseitigen. Gerade das Waschmittelfach, auch unterhalb der beweglichen Schublade, ist regelmäßig zu reinigen.

Auch wenn Umweltschutzgründe eigentlich dagegen sprechen: Alle 3-4 Wochen ist eine Kochwäsche angebracht, um auch die Bereiche der Waschmaschine zu desinfizieren, die anders nicht erreicht werden können.

 

 

Abhilfe ein flüssiges PAP-Bleichmittel „Eureco Liquid“

zu Beziehen im Öko Laden z.B.

 

Waschmaschine.htm